Weniger Aktenarbeit. Mehr Zeit für das Mandat.

KI für Rechtsanwaltskanzleien

Die KI-Plattform für Anwaltskanzleien fasst Schriftsätze zusammen, ordnet Sachverhalte und bereitet Entwürfe vor. Personenbezogene Daten werden dabei in Deutschland pseudonymisiert, bevor eine Anfrage einen KI-Anbieter erreicht.

Auf einen Blick

  • AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO: Mit technisch-organisatorischen Maßnahmen und Liste der Unterauftragsverarbeiter
  • Hosting in Deutschland: Plattform und Pseudonymisierung laufen in deutschen Rechenzentren
  • Direkt in Word und Outlook: Add-ins für Microsoft 365, als Modul buchbar
  • Kein Training mit Ihren Daten: Vertraglich ausgeschlossen, auch bei den Modell-Anbietern
  • Unbegrenzt viele Nutzer je Kanzlei: Ein Preis für die ganze Kanzlei

Die Plattform

  • Chat & KI-Modelle: Über 20 Modelle von Anthropic, OpenAI, Google und Mistral in einer Oberfläche, das passende wählt die Plattform automatisch. Laden Sie Schriftsätze, Verträge oder Korrespondenz hoch und lassen Sie zusammenfassen, gegenüberstellen oder Entwürfe vorbereiten.
  • Skills (Modul): Halten Sie fest, wie Ihre Kanzlei eine Aufgabe erledigt, etwa den Aufbau einer Klageerwiderung oder Ihren Ton in Mandantenschreiben, mit Mustertexten als Referenz. Im Chat lädt das Modell den passenden Skill selbst, oder Sie rufen ihn mit „/“ auf.
  • Assistenten: Eigene KI-Assistenten für wiederkehrende Aufgaben, mit festen Anweisungen, Ihrem Material und dem passenden Modell. Ein geführtes Interview hilft beim Einrichten, für die ganze Kanzlei oder nur für Sie.
  • Wissensdatenbank: Machen Sie Ihre eigenen Unterlagen durchsuchbar: Musterschriftsätze, Vertragsmuster, Kanzleirichtlinien. Antworten nennen das Dokument, aus dem sie stammen. Ordner aus SharePoint, OneDrive, Google Drive oder Dropbox lassen sich anbinden.
  • Projekte (Modul): Ein Mandat, ein Projekt: gemeinsamer Chat, Dokumente und eine eigene Wissensdatenbank für alle, die daran arbeiten. Mit Rollen bis hin zu Nur-Lesen und einem Audit-Log.
  • Word & Outlook (Modul): Die Plattform als Seitenpanel in Word und Outlook. Antworten an der Cursorposition einfügen, markierten Text kürzen oder förmlicher fassen, lange E-Mails zusammenfassen, mit derselben Pseudonymisierung wie in der Web-App.

Was die Plattform zum Schutz des Mandatsgeheimnisses beiträgt.

Technik: Personenbezogene Daten werden in Deutschland pseudonymisiert, bevor eine Anfrage einen KI-Anbieter erreicht. In der Antwort sehen Sie wieder Ihre Originalangaben. Ihre Eingaben dürfen vertraglich nicht für KI-Training verwendet werden.

Unterlagen: Nach § 43e BRAO verpflichtet Ihre Kanzlei jeden Dienstleister mit Zugang zu Mandantengeheimnissen in Textform zur Verschwiegenheit. Dafür stellen wir Ihnen den AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO samt Anlagen zur Verfügung. Wer an Ihrer Arbeit mitwirkt, macht sich nach § 203 Abs. 4 StGB selbst strafbar, wenn er Geheimnisse offenbart. Das gilt auch für uns.

Ihre Entscheidung: Was in eine Anfrage gehört, entscheiden Sie. Geben Sie nur ein, was für die Aufgabe nötig ist. Bei getippten Anfragen zeigt die Plattform vor dem Senden die maskierte Fassung. Ist die Pseudonymisierung abgeschaltet, warnt sie vor dem Senden, wenn sie Identifikatoren findet.

Darf ich als Anwalt KI-Dienste wie ChatGPT nutzen, trotz § 203 StGB und § 43a BRAO?

Grundsätzlich ja. § 43e BRAO erlaubt Ihnen, Dienstleistern Zugang zu Mandantengeheimnissen zu geben, soweit das erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass Sie den Anbieter sorgfältig auswählen und in Textform zur Verschwiegenheit verpflichten. Der DAV hält die KI-Nutzung mit schriftlicher Verschwiegenheitsverpflichtung für berufsrechtlich vereinbar (Stellungnahme 32/2025). Die BRAK rät außerdem, nur Nötiges einzugeben, Daten möglichst unkenntlich zu machen, Anbieter mit Servern in Deutschland oder der EU zu bevorzugen und jedes Ergebnis selbst zu prüfen.

Was muss meine Kanzlei nach § 43e BRAO vereinbaren, und was stellt momentum zur Verfügung?

§ 43e Abs. 3 BRAO verlangt einen Vertrag in Textform. Darin wird der Dienstleister unter Belehrung über die strafrechtlichen Folgen zur Verschwiegenheit verpflichtet und darf sich nur die erforderlichen Kenntnisse verschaffen. Außerdem regelt der Vertrag, ob er weitere Personen einbeziehen darf und dass auch diese verpflichtet werden. Die Verpflichtung einzuholen ist Sache Ihrer Kanzlei. Dafür stellen wir Ihnen den AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO samt Anlagen zur Verfügung.

Ersetzt die Plattform juris oder beck-online?

Nein. Die momentum Suite enthält keine Rechtsprechungs- oder Literaturdatenbank eines Fachverlags. Was KI-Modelle über Gesetze und Urteile wissen, kann lückenhaft oder veraltet sein. Recherchieren und zitieren Sie deshalb weiter in Ihrer Fachdatenbank. Die Plattform hilft beim Lesen, Ordnen und Formulieren.

Gibt es eine Anbindung an beA oder Kanzleisoftware?

Nein, weder an das beA noch an Anwaltssoftware. Dokumente bringen Sie per Upload in den Chat, über die Wissensdatenbank aus SharePoint, OneDrive, Google Drive oder Dropbox oder direkt über die Add-ins für Word und Outlook.

Wie gehe ich mit erfundenen Fundstellen um?

KI-Modelle können Aktenzeichen, Fundstellen und Zitate erfinden, die echt aussehen. Übernehmen Sie keine Fundstelle, die Sie nicht an der Quelle geprüft haben. Hilfreich ist, sich zu jeder Aussage die Seite im hochgeladenen Dokument nennen zu lassen. Antworten aus der Wissensdatenbank zeigen das Dokument, aus dem sie stammen. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei Ihnen, so sehen es auch die BRAK-Hinweise zum KI-Einsatz.

Was kostet die momentum Suite?

Sie zahlen einen Preis für die ganze Kanzlei: ab 25 € im Monat zzgl. USt., mit unbegrenzt vielen Nutzern. Chat, Assistenten und Wissensdatenbank sind in jedem Tarif enthalten; Projekte, Skills sowie die Word- und Outlook-Add-ins schalten wir als Module auf Anfrage frei. Der Tarif richtet sich nach dem monatlichen KI-Kontingent, das sich alle in der Kanzlei teilen. Wer viel mit langen Schriftsätzen arbeitet, braucht ein größeres Kontingent. Alle Tarife sind monatlich kündbar.

Kann ich die Plattform vorher testen?

Ja, 7 Tage lang ohne Hinterlegung von Zahlungsdaten, mit bis zu drei Nutzern. Danach verlängert sich nichts automatisch. Wenn Sie erst sehen möchten, wie die Plattform in Ihre Abläufe passt, buchen Sie eine Demo.

Werden meine Daten zum Training von KI-Modellen verwendet?

Nein. Das ist vertraglich ausgeschlossen, für uns und für die angebundenen Modell-Anbieter.

Brauchen meine Mitarbeitenden KI-Vorkenntnisse?

Nein. Die Plattform wählt das passende Modell automatisch, und Assistenten richten Sie über ein geführtes Interview ein. Zum Start begleiten wir Ihre Kanzlei in einem Onboarding-Workshop.

Wir sind eine Sozietät aus Anwälten und Steuerberatern. Passt das?

Ja. Ein Tarif gilt für die ganze Kanzlei, für alle Berufsträger und Mitarbeitenden. Für die steuerliche Arbeit gibt es zusätzlich Gesetzesradar, Kontoauszug-Scanner und DATEV-Anbindung als Module auf Anfrage. Für die Steuerberater stellen wir außerdem die Verschwiegenheitserklärung nach § 62a Abs. 3 StBerG zur Verfügung.

Über uns

Die momentum Suite ist ein Produkt von TellTale Consulting, einem auf Berufsgeheimnisträger spezialisierten Beratungsunternehmen. Wir begleiten Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien bei der Digitalisierung, von der Prozessanalyse über die Software-Einführung bis zum Change-Management.